Palladium Service


Hinweis:
Palladium ist eine ehemalige Handelsmarke der insolventen Neckermann AG. Die Marke wird nicht mehr aktiv für den Vertrieb von Fernsehgeräten genutzt. Wenden Sie sich für Kundenservice-Fragen bitte an einen Fachhändler für TV-Geräte oder direkt an einen freien Reparaturdienstleister für Unterhaltungselektronik.

Über das Unternehmen

Palladium selbst war nur eine Handelsmarke und stellte kein eigenes Unternehmen dar. Palladium war eine Marke der Neckermann AG, die zuletzt zum Arcandor-Konzern gehörte. Das Unternehmen Neckermann war einst, nach seinem Hauptkonkurrenten Otto, das zweitgrößte Versandunternehmen Deutschlands und das viertgrößte in Europa.

Der Mutterkonzern Neckermann wurde im Jahre 1948 als Textilgesellschaft Neckermann KG gegründet. Nur wenige Jahre später wurde daraus die Neckermann Versand KG.
Das Unternehmen wuchs sehr schnell und so war es nicht verwunderlich, dass bereits wenige Jahre nach dem Start des Versandhandels die Auflage des Kataloges bereits über 2 Millionen Stück erreichte.

Die unglaublich günstigen Preise waren es auch, welche die Innung des Elektrohandwerkes dazu veranlasste, ihre Mitglieder dazu aufzurufen, keine Geräte von Neckermann mehr zu installieren und zu reparieren. Auslöser war eine Waschmaschine, welche im Fachhandel circa 1.600 Mark kostete, bei Neckermann aber für unglaubliche 950 Mark zu haben war. Der Markenname wurde durch ein eigenes Logo ersetzt und so wurde die erste Eigenmarke geschaffen.

Die extreme Preispolitik des Unternehmens hatte allerdings nicht nur Vorteile. Sie sorgten gleichzeitig für eine nur sehr dünne Finanzdecke und das Unternehmen machte in den 1960er Jahren große Verluste. Mit den niedrigen Preise ließen sich die Kosten nicht decken und so mussten die Banken immer wieder Geld für den laufenden Geschäftsbetrieb stellen.

Im Jahre 1976 war es dann auch soweit: Der Vertreiber der Marke Paladium fusionierte mit dem Karstadt-Konzern und die beiden Unternehmen wuchsen zunächst zusammen. Einen harter Sanierungskurs, mit vielen Entlassungen und Einsparungen, sorgte dafür, dass im Jahre 1987 im Hause Neckermann wieder schwarze Zahlen geschrieben werden konnten. Karstadt fusionierte 1999 mit Quelle zur KarstadtQuelle AG – diese wurde später zur Arcandor AG.

Doch die schwarzen Zahlen für Neckermann währten nicht auf Dauer und im Jahr 2004 brachen die Umsätze um 9,5 Prozent ein. Der Rückgang setzte sich im nächsten Jahr fort. Bis Ende 2007 wurden bei Neckermann über 300 Stellen abgebaut. Arcandor trennte sich noch im gleichen Jahr von der Neckermann.de GmbH; die Aktiengesellschaft war ein Jahr zuvor in eine GmbH umgewandelt worden.

2012 gab Neckermann.de bekannt, weitere 1.380 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Im Juli 2012 folgt der Insolvenzantrag. Der ehemalige Konkurrent Otto sicherte sich die Rechte an der Marke „Neckermann.de“ in Deutschland. Der Online-Shop ist unter neckermann.de seit Anfang 2013 wieder zu erreichen. Die Marke Palladium wurde für den Verkauf von Fernsehern jedoch nicht weitergeführt.


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